Abstract:
Interaktionen im Feld sind oft sehr spannend, können aber auch herausfordernd, unangenehm oder gar bedrohlich sein – und manchmal sind sie ein wenig von allem. In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit irritierenden Begegnungen im Feld und damit wie in diesen Begegnungen Identitäten und Rollen verhandelt werden – zuweilen einvernehmlich, zuweilen konflikthaft.

Anhand von eigenen Erfahrungen, empirischem Material und Inputs diskutieren wir Fragen rund um den Komplex der Positionalität im Feld – ein in der feministischen Forschung seit vielen Jahren reflektiertes Thema, zugleich eines, dass durch neue(re) Perspektiven wie Intersektionalität, Sexualität, Körperlichkeit oder Emotionen in der Feldarbeit bereichert wird.

Wir beschäftigen uns im Workshop damit, was in diesen Interaktionen konkret passiert und welche Auswirkungen das hat (u.a. auf uns) und überlegen, inwiefern solche Aushandlungen auch als Daten gesehen werden können.

Hinweise/Vorbereitung:

Wir möchten im Workshop gerne möglichst an konkreten Beispielen diskutieren. Sara und ich bringen eigenes Material mit, aber es soll hier nicht nur um unsere Daten gehen.

Daher: Wer mag eines Material einbringen?

Gesucht sind eure eigenen Erfahrungen mit Identität- und/oder Rollenaushandlungen im Feld. Dabei kann es um Begegnungen beim Feldzugang, Datenerhebung, Datenauswertung oder Verschriftlichung gehen.

Wer Interesse hat, ihr/sein eigenes Material für die gemeinsame Reflektion zur Verfügung zu stellen, melde sich bitte bis spätestens am 29. August per Email bei uns.

Bitte schickt uns (sara.landolt@geo.uzh.chheidi.kaspar@careum.ch)

  • kurze Beschreibung der Situation der Interaktion, insbesondere der verhandelten Identitäten und/oder Rollen
  • wenn möglich auch gleich diejenige Stelle aus eurem Datenmaterial (Interviewtranskript, Beobachtungsprotokoll, etc.), die ihr in der Gruppe besprechen möchtet (das kann aber auch noch später geliefert werden)

Alle Daten und Aussagen werden vertraulich behandelt.