Feministische Methodologien und Methoden: Anarchafeministische (Anti-)Pädagogik

Abstract:
Im Workshop werden Ansätze anarchistischer Pädagogik und Überlegungen
zum „feminist classroom“ zusammen gebracht. Ausgehend von der Kritik an
der Position des Lehrenden und Lernenden, welches anarchafeministischen
Perspektiven gemein ist, werden im Workshop kollektive Strategien des
(Ent-)lernens verhandelt und erprobt. Dabei kommen verschiedene
methodische Ansätze zum Tragen: wie beispielsweise ein kurzer Input,
Biografiearbeit und Reflexion von Hierarchien und eigenem Lernen.

Feministische Methodologien und Methoden: Positionalitäten im Feld

Abstract:
Interaktionen im Feld sind oft sehr spannend, können aber auch herausfordernd, unangenehm oder gar bedrohlich sein – und manchmal sind sie ein wenig von allem. In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit irritierenden Begegnungen im Feld und damit wie in diesen Begegnungen Identitäten und Rollen verhandelt werden – zuweilen einvernehmlich, zuweilen konflikthaft.

Anhand von eigenen Erfahrungen, empirischem Material und Inputs diskutieren wir Fragen rund um den Komplex der Positionalität im Feld – ein in der feministischen Forschung seit vielen Jahren reflektiertes Thema, zugleich eines, dass durch neue(re) Perspektiven wie Intersektionalität, Sexualität, Körperlichkeit oder Emotionen in der Feldarbeit bereichert wird.

Feministische Methodologien und Methoden: Feministisch Forschen im urbanen Kontext

Abstract:
Differenz und Unterschiedlichkeit prägen Feminismus wie Stadt. Doch wie können die Komplexität an Unterschieden begriffen und Ungleichheiten angegangen werden? Wir möchten dafür Konzepte und Methoden kennenlernen und auch gleich ausprobieren. Zuerst erkunden wir Knotenpunkte feministischer Stadtgeographien (I: knot box); dann reflektieren wir an Beispielen entsprechende (Forschungs)Praktiken (II: black box); zum Schluss lernen wir von Ideen feministischer Stadtforscher_innen (III: tool box)

Feministische Methodologien und Methoden: Gendersensibel Analysieren und Schreiben

Die Vervielfältigung der Lebensstile erfordert in der Sozialforschung eine Sensibilität gegenüber Differenzen. Nur so können spezifische Erfahrungen von Subjekten, Gruppen und Milieus theoretisch und methodisch eingefangen werden. Im Hinblick auf Geschlecht (oder Rasse/Ethnie) kann ein differenzierter Zugang jedoch auch Fallstricke beinhalten: „Was gesucht wird, kann gefunden werden“. Der Workshop setzt sich im Zuge der Analyse von Textmaterial mit dieser Spannung zwischen Gendersensibilität und Zirkelschluss auseinander und diskutiert Lösungsstrategien.

Es besteht die Möglichkeit, eigenes Material zur Analyse mitzubringen.

Feministische Methodologien und Methoden: Ethik in der Forschungspraxis

Abstract:
Welche ethischen Fragen stellen sich in einer feministischen Forschungspraxis? Wir werden hierzu Texte oder Textabschnitte lesen und diese erarbeiten (bspw. aus Nancy Naples „Feminismus and Methods“), um grundlegende Fragen ethischer Natur allgemein und insbesondere aus einer feministischen Perspektive zu betrachten. Zur Konkretisierung der forschungsethischen Überlegungen diskutieren wir Beispiele und Fragen aus den Arbeiten der Teilnehmenden.

Exkursion: Kunsthaus Aarau

Treffpunkt
14:00 Vor dem Haupteingang

Hinfahrt
14:24 Busabfahrt ab Benkerjoch, Passhöhe
14:36 Busankunft Aarau, Holzmarkt
3 Min Fussweg zum Kunsthaus

 

Das Aargauer Kunsthaus beherbergt die umfassendste Sammlung an Schweizer Kunst. Gezeigt wird ein vielfältiges Ausstellungsprogramm mit bedeutenden nationalen und internationalen Positionen. Dem jungen wie dem regionalen Kunstschaffen gilt ein besonderes Augenmerk. Aktuell zeigt die Sonderausstellung Bilder für alle das grafische Schaffen des Künstlers Thomas Huber (*1955 in Zürich, lebt und arbeitet in Berlin).

http://www.aargauerkunsthaus.ch/

Rückfahrt
17:40 Busabfahrt ab Aarau, Holzmarkt
17:51 Busankunft Staffelegg Passhöhe

Exkursion: Wanderung

Abstract:
Von Herzberg aus geht es westlich abwärts zum Punkt 615 und durch die Wälder des Aargauer Juras. Durch Wälder und über Wiesen geht es dann stetig bergan bis zur Wasserflue. Die Wasserflue ist der dritthöchste Punkt des Kantons Aargau und ein schöner Aussichtspunkt. Zurück geht es auf einem anderen Weg südlich, hoffentlich mit Blick auf die Ruine Königstein.

Besammlung
14:00 vor dem Haupteingang zum Haus

Dauer
Reine Wanderzeit sind 2:45 gemäss Berechnung. Mit Rastzeit auf dem Aussichtspunkt und unterwegs werden es gut gerechnet 4 Stunden.

Rückkehr
Spätestens 18:00 Uhr

Ausrüstung
Gute Schuhe (feste Halbschuhe reichen aus)
Rucksack mit Trinkflasche und evtl. kleiner Proviant

Exkursion: Freibad und/oder Aare

Abstract:
Wir verbringen den Nachmittag im kühlen Nass im Freibad Schachen und lassen die Seele baumeln (https://www.badi-info.ch/a/aarau.html). Je nach Wasserstand und -temperatur besteht auch die Möglichkeit, in die Aare zu springen und sich im Fluss treiben zu lassen. Wir treffen uns um 13:45 mit Badekleid und Handtuch im Gepäck vor dem Haus und spazieren gemeinsam zur Bushaltestelle Staffelegg. Der Bus bringt uns auf 17:45 Uhr wieder zurück zum Tagungshaus.

Exkursion: Offene Jugendarbeit Aarau

Abstract:
Die Offene Jugendarbeit in Aarau lädt uns zu einem Austausch mit Jugendlichen und Mitarbeitenden im Jugendtreff ein. Wir besichtigen nicht nur die Räumlichkeiten, sondern erhalten in einer Diskussionsrunde auch einen Einblick in die konkrete Arbeit mit Jugendlichen vor Ort. Ein kleiner Stadtrundgang zu Orten der Jugendlichen rundet die Exkursion in Aarau ab. Bei schönem Wetter können wir die Exkursion in einer Open Air Bar an der Aare ausklingen lassen.

Ablauf:
13:30   Sammeln im Tagungshaus Herzberg, gemeinsamer Fussmarsch zur Bushaltestelle
14:05   von Sattelegg/Herzberg mit dem Bus 135
14:22   Ankunft Aarau, Bahnhof
15:00   OJA: Programm mit Herrn Rohrer: Fragerunde,
evtl. Rundgang mit Jugendlichen und/oder Betreuer*innen durch Aarau: Stadt-Räume der Jugendlichen?
17:00   Ende OJA-Programm
Ausklang an der Aare: Besuch der Open Air Bar «Summertime Aarau
18:06   Abfahrt vom Bahnhof Aarau nach Herzberg zurück mit dem Bus 135
Spätere Rückfahrt nach Herzberg bitte individuell planen (Busse im Halbstundentakt)
18:30   Abendessen Herzberg

Themes around Gender and Space: Care Ökonomien

Sorge ist die Hinwendung zu anderen. Sie dient der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse und ist grundlegend für das menschliche Dasein. In der klassischen Ökonomie spielt Care-Arbeit, die häufig unbezahlt und weltweit mehrheitlich von Frauen geleistet wird, so gut wie keine Rolle.

Ein klassisches feministisches Anliegen ist es, Sorgearbeit nicht nur vorauszusetzen, sondern auch anzuerkennen. Sie fordert und fördert eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und geschlechterpolitischen Dimensionen der Care-Arbeit.

Der Care Economy-Ansatz steht für einen alternativen, umfassenden Zugang, der nach ökologischen und sozialen Ressourcen des Wirtschaftens fragt. Dies öffnet den Blick für die grundlegende gesellschaftliche Bedeutung von Care-Arbeit und stellt darüber hinaus die klassische Trennung von produktiver und reproduktiver Arbeit in Frage.

Anhand von konkreten Fallbeispielen (Vignetten) setzen wir uns mit verschiedenen Aspekten der Care Economy, gesellschaftlichen Reproduktionsprozessen und den darin eingelagerten lokalen und globalen Asymmetrien und Machtbeziehungen auseinander. Wir tragen bei unseren Betrachtungen der Tatsache Rechnung, dass Sorgeökonomie sich auf allen Massstabsebenen abspielt – von umsorgten und pflegenden Körpern bis zu globalen Sorgemärkten.